Stimmen über die Gärten

Aus aktuellem Anlass kommen hier Menschen zur Sprache, die sagen warum sie das HirschGrün gut finden und warum der Garten in der Richardstr. bleiben soll:

Johannes Remmel, Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen
“Urbane Gärten sind wertvolle zivilgesellschaftliche Projekte die das Stadtteilleben bereichern und für das nachbarschaftliche Miteinander sorgen. Sie schaffen für alte und neue Quartiersbewohnerinnen und –bewohner Heimat, damit sie dort Wurzeln schlagen können. Urbane Gärten sind auch Lernorte, an denen an denen viel über das Gärtner und die Menschen gelernt werden kann. Auch in diesem Sinne ist der Garten HirschGrün im Jahr 2014 mit dem NRW-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden.
In meinem Haus wird derzeit eine Broschüre über die gesellschaftlichen minister_remmel_2015Potenziale des urbanen Gärtnerns mit zahlreichen guten Beispielen erarbeitet. Die urbanen Gärten in Aachen sind auch dabei. Am 1. Juni dieses Jahres – in der bundesweiten Woche der Nachhaltigkeit – veranstaltet mein Haus einen Fachtag “Gemeinsam Gärtnern – die neue Gartenbewegung in NRW” im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen. Ich freue mich, wenn ich Sie und Ihre Mitstreiter dort begrüßen kann.”

Vera Sous, Künstlerin und Projektleiterin von Ahoi2You
„Wir haben im Sommer 2015 mit jugendlichen Flüchtlingen in dem Ausstellungsraum Kunstwechsel, Wilhelmstr., ein Schiff gebaut und eine kreative Ferienzeit miteinander erlebt. Am Ende des Workshops stellte sich die Frage, wohin mit dem Schiff. Die Aachener Bürger, die sich um den wunderbaren urbanen Garten HirschGrün direkt um die Ecke unseres Ateliers kümmern, haben spontan unserem Schiff einen Hafen anBild Vera Sousgeboten. Am Tag der Schiffstaufe wurde es mit Posaunen- und Trommelbegleitung in sein neues Zuhause getragen. Nun kann es von den jungen Schiffskonstrukteuren und allen Aachenern als Sitzecke auf einem schönen grünen Fleckchen mitten in Aachen genutzt werden. Wenn dieses Fleckchen verschwindet, verschwindet für uns auch ein Stück Heimat.“

Iris Witt, Geschäftsführerin der Heinrich Böll Stiftung NRW
„Hirschgrün bietet Freiräume und Naturerfahrungen mitten in der Stadt. Dieses Angebot können alle kostenfrei nutzen und es wird ermöglicht dIris Witturch den ehrenamtlichen Einsatz von vielen engagierten Aachener*innen. Das war für uns Anlass, eine Stadtbegehung in Aachen anzubieten, bei der wir gemeinsam mit Aktiven von Hirschgrün diese vorbildhafte Umsetzung in Aachen vorstellen wollen. Ich hoffe doch sehr, dass wir im September unseren Teilnehmer*innen noch ein aktives Hirschgrün vorstellen können.“

Jürgen Jansen, Vorstand Eine Welt Forum Jürgen Jansen_2Aachen e.V.
„Ja, Aachen lebt ruhig & erfolgreich aus grauer Geschichte …
aber, Aachen kann besser: bessere Luft & frischeres Licht & gutes Leben mit Gemeinschaftsgärten!“

Eine Welt Forum Aachen e.V.
„Mitglieder, Mitarbeiter*innen und Vorstand des Eine Welt Forum Aachen e.V. haben auf ihrer Mitgliederversammlung erfahren, dass Hirschgrün geschlossen werden soll und stattdessen eine Liegewiese vorgeschlagen wird. Spontan haben sie beschlossen, sich mit einem Foto für Hirschgrün und gegen diese Pläne stark zu machen.“Eine_Weltforum.jpg

Das sagen Besucher über unsere Gärten

2013-09-28 16.56.31Einer der schönsten Eindrücke, die man bei uns im Garten haben kann, sind die Momente, wenn Kinder ihr erstes eigenes Gemüse ernten. Und auch das Schmunzeln auf dem Gesicht, wenn sie erstaunt sind, dass Karotten in der Erde wachsen.

 

Feedback von Besuchern unserer Facebook Seite

“Schön, so ein Ort wo ich mich eingeladen fühle, mich selbstverständlich zuständig zu fühlen.”

“Als Anwohner der Wilhelmstraße mit Blick auf die Richardstraße, kann ich nur sagen: “Schön was ihr da mit meiner Aussicht macht.” :)”

 

Akademisches Interesse

Winter School StadtplanungWir freuen uns über die vielen Anfragen akademischer Institutionen, unseren Garten besuchen zu dürfen. Am 12. März 2014 begrüßten wir eine Gruppe von zukünftigen Stadtplanern im HirschGrün. Im Rahmen der Winter School an der RWTH beschäftigen sie sich mit dem Thema “Selbstgemachte Stadt” und der Nutzung öffentlicher Flächen durch BürgerInnen der Stadt. Und da sind sie bei uns genau an der richtigen Adresse.

Außerdem gibt es in diesem Semester ein Seminar zum Thema “Commons und Kollektivgüter” am Institut für Politikwissenschaft der RWTH. Im praktischen Teil des Seminars werden die Studierenden sich mit den Gärten als Kollektivgut befassen. Wir freuen uns schon auf die gegenseitige Bereicherung.

Das Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen konnte bei Untersuchungen auf Grünflächen im Innenstadtbereich der Stadt Aachen feststellen, dass die Flächen des Gemeinschaftsgartens über eine einzigartige ökologische Qualität in Bezug auf die hier vorkommende Pflanzenvielfalt verfügen, die besonders durch die alternative Nutzung und Pflege der Fläche gefördert wird. Diese Untersuchungen zum Gemeinschaftsgarten wurden auch in einigen Abschlussarbeiten von Studierenden verwendet und veröffentlicht (u.a. Wilke 2014: „Ökologische Bewertung von Gärten und Parks in Aachen anhand struktureller Parameter von Pflanzenbeständen“).